Am Sonntag, den 6. September war es wieder soweit,
mein zweiter Anlauf auf der Mitteldistanz des Köln Triathlon stand im Kalender. Aufmerksame Leser werden sich noch an mein Desaster beim ersten Start 2007 erinnern, diesen galt es jetzt wieder gut zu machen.
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Cologne Triathlon Weekend 2009 from Cologne Triathlon Weekend on Vimeo.
Mein Training im letzten halben Jahr ( nach Plänen des Internetforums www.triathlon-szene.de ) verlief sehr gut, was sich auch in meinen Zeiten in Hückeswagen sowie beim Aggertalsperrentriathlon wiederspiegelte. Der vorgegebene Plan wurde zwar so gut wie nie 100%ig eingehalten, aber welcher Berufstätige kann das schon.
Nun mal ein kurzes Statement zur Veranstaltung selbst.
Am Samstag, den Tag vor der Mitteldistanz habe ich als Helfer bei der Startausgabe fungiert, was übrigens sehr viel Spass gemacht hat, obwohl es teils stressig war, da immer nur schübeweise Starter eintrafen, sprich, erst niemand und dann 100 auf einmal. Diesen Tag wollte ich eigentlich direkt nutzen, um mein Rad einzuchecken, damit ich sonntags vor dem Rennen mehr Zeit zur Verfügung hatte. Das war leider erst ab 15:00 Uhr möglich, da das laufende Rennen der Smartdistanz einen Zugang zur Wechselzone verhinderte. Soviel Zeit hatte ich an diesem Tag leider nicht, also nahm ich mein Rad wieder mit Heim und dachte mir eine andere Strategie für Sonntag aus.
Diese sollte dann wie folgt laufen: Anfahrt mit dem PKW zum See, Rad einchecken, rückfahrt zum Zielbereich in der Innenstadt, Laufsachen abgeben und entspannt mit dem vom Veranstalter zur Verfügung gestellten Pendelbus zurück zum See fahren. Hatte den Vorteil nach Zieleinlauf nicht mehr zum See zu müssen, um den Wagen abzuholen.
Das Ganze gestaltete sich leider verdammt hektisch, da schon die Parkplatzsuche am See schwierig wurde und nur mit einem ca. 2km Fußmarsch zur Wechselzone zu machen war, sprich, mein Zeitplan geriet ins Wanken. Also, Rad eingecheckt, 3 x überlegt was alles mit in die Stadt muss und wieder zurück zum Auto. Unter Missachtung einiger Tempobegrenzungen auf der Autobahn in den Zielbereich am LVR-Turm in Deutz und auf Hinweis des Veranstalters ins entsprechende Parkhaus gefahren. Denkste, Parkhaus war voll belegt und Deutz ist kein guter Ort, um schnell einen Parkplatz zu finden, Zeitplan wurde immer enger, es war noch knapp eine Stunde bis zum Start und ich stand noch in der Innenstadt. Nach 10 Minuten Suche hatte ich endlich einen Parkplatz gefunden, also sschnell den Sack mit den Laufsachen auf einen geschätzt 80m langem Tisch abgelegt, in der Hoffnung, den beim Wechsel auch schnell wieder zu finden und ab zum Shuttlebus. Der hielt dann noch weiter vom Startbereich entfehrnt als mein vorhin angesprochener Parkplatz, jetzt wurde es richtig eng.
Das Rennen
Trotz aller Probleme stand ich dann schon nass geschwitzt und mit den Nerven am Ende bei der Wettkampfbesprechung und war pünkltlich zum Start im Wasser. 2500m lagen vor uns und natürlich wollten alle oberhalb der in knapp 2m Tiefe gespannten Leinen schwimmen, die den See in Längsrichtung durchqueren. Brauchte ich nicht, ich habe einfach auf diejenigen mit Leinenplatz geachtet, um die Richtung zu halten. Die üblichen Schlägereien und Tritte wollten über die gesamte Strecke nicht weniger werden, irgendwie kämpften alle um Sekunden. Direkt an der Wendeboje gabs dann mal schön ne Faust ins Gesicht (warum auch immer mit ner Faust geschwommen wird), da derjenige kurz vor dem Schlag Blickkontakt mit mir hatte und ich nicht wirklich von einem Versehen ausgegangen bin gabs dann direkt mal nen Seitenhieb und ein zurück, schon hatte ich wieder Platz und konnte mich meiner Technik widmen
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Nach 47 Minuten war es dann geschafft, ganze 8 Minuten unter meiner Marschtabelle. Das Laufen zum Fahrrad klappte auch ohne Gleichgewichtsprobleme, im Gegensatz zu einigen anderen Teilnehmern. Nach dem Wechsel in knapp 3 Minuten (der Neoprenanzug musste in einen winzigen Beutel verpackt werden) gings auf die 88km Radstrecke.
Die erste Wende in der Innenstadt fuhr ich mit einem 37er Schnitt, da kam mir der Gedanke, gut, Alles oder Nichts, solange es locker rollt behalte ich das für mich hohe Tempo bei. Die meiste Zeit für ich in einer Kolonne in der aber die Winschattenregel eingehalten wurde, es ist halt für den Kopf immer gut, Leute zu haben an deren Tempo man sich orientieren kann, als aleine die km runter zu spulen. Ab km 65 nahm ich dann Tempo raus, da der Halbmarathon eh schon schwer genug werden sollte. Kurz nach der letzten Wende, also ca. 3km vor der zweiten Wechselzone überholte mich eine riesen Radgruppe, da meine Beine da schon zicken machten, habe ich dann auch mal ein wenig "gelutscht", jaja, Schande über mich, die Rechnung gabs prombt, nach dem Motto, "den Letzten beißen die Hunde" gabs nach nem lauten Trillerpfeifen ein Gespräch mit dem Schiri und 4 Minuten Erholungspause in der Wechselzone. War mir allerdings egal bzw. ich war dankbar für die Zwangspause vor dem Halbmarathon 
Während der 4 Minuten Zeitstrafe in der Penaltybox gabs dann Wasser und Cola, hat also auch seine Vorzüge.
Die abschließenden 21km bin ich gewohnt langsam angegangen, was mich wunderte war, das ich überhaupt noch Laufen konnte nach meiner Radzeit von 2:32 Std., was einem 34,2kmh Schnitt entsprach. Das lockere Traben funktionierte genau bis km 15, dann wurden meine Beine immer schwerer und die Schulter schmerzten, was wohl auf das ungewohnt schnelle Radfahren zurück zu führen war. Beim letzten Passieren der Verpflegungsstelle am Wendepunkt bei Rodenkirchen hats mich dann fast erwischt, dort gabs kein Becher mehr zum trinken nur noch bereits angebrochene Flaschen, auf die ich allerdings bei der Teilnehmerzahl keine Lust hatte. Die 4km zur nächsten Verpflegung wurden dan richtig hart. Bis ins Ziel benötigte ich dann genau 2:11 Std., was keine Glanzleistung ist, aber mir persönlich reichte, um mein Ziel von unter 6 Stunden einzuhalten.
Am Ende zeigte die Zieluhr eine 5:37:00 Std. an.
Unterm Strich ein sehr gelungener Saisonabschluss für das Triathlon-Jahr 2009.
Leider gibts erstmal nur Handybilder, deswegen die etwas schlechtere Qualität




